Zeige, dass Dir soziale
Politik wichtig ist.


FOLGE MIR

Du sagst Politik soll anders laufen? 🗣

Ausschüsse, Fraktionen, Landesgruppen, Plenardebatten – was genau ist was und wofür braucht man es? Kein Plan? Kein Problem! Bei Jugend und Parlament 2026 lernst du das praktisch kennen und probierst es selbst aus. Nach den vier Tagen weißt du... genau, wie Gesetze entstehen. ⚡️

📍 So funktioniert’s:
Im Verlauf des Planspiels lernst du die Arbeitsweise des Deutscher Bundestag praxisnah kennen. Du schlüpfst in die Rolle fiktiver Abgeordneter, gründest Fraktionen, Landesgruppen und Ausschüsse, wählst Vorsitzende und erarbeitest gemeinsam Fraktionslinien. Anschließend diskutierst du vier fiktive Gesetzesvorlagen in den Ausschüssen. Am Ende werden die Beschlussempfehlungen im Plenum debattiert und die Gesetzentwürfe abgestimmt – so wird der Weg eines Gesetzes für dich verständlich und erlebbar. 🏛

Wenn du zwischen 17 und 20 Jahre alt bist und Politik nicht nur beobachten, sondern selbst erleben willst, dann ist jetzt deine Chance! Bewirb dich bis zum
10. April 2026 unter: holger.mann@wk-bundestag.de.

Was? Planspiel „Jugend und Parlament“
Wann? 6. bis 9. Juni 2026
Wo? im deutschen Bundestag

Alle weiteren Informationen zum Programm und zur Bewerbung findest du auf der Website von Jugend und Parlament.

#Planspiel #JugendundParlament #politikerlebbar #demokratiezummitmachen #spdbt

Mich haben unzählige Briefe und Nachrichten von Filmschaffenden aus Deutschland erreicht. Sie haben uns Rückenwind gegeben und dazu geführt, dass sich die SPD mit der Forderung nach gesetzlichen Regelungen statt Freiwilligkeit durchsetzen konnte:

📺 Streamingdienste und Sender müssen... zukünftig mindestens 8 % ihres Umsatzes in deutsche Produktionen investieren.
💶 Zudem startet der Filmbooster: Künftig stehen rund 250 Mio. € jährlich für die Filmförderung bereit – fast doppelt so viel wie bisher.

Aber: Die 8-Prozent-Investitionenverpflichtung muss sich nun in der Praxis bewähren und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Entscheidend ist, ob tatsächlich zusätzlich Produktionen und nachhaltige Wertschöpfung in Deutschland auslöst.

➡️ Weitere Schritte - etwa steuerliche Anreize, um international wettbewerbsfähig zu bleiben - müssen folgen. Der Produktionsstandort Deutschland hat Potenzial. Jetzt kommt es auf eine konsequente Umsetzung an. 🎥

#filmförderung #filmstandortdeutschland #medienpolitik #kreativwirtschaft

🎬 Vorhang auf für die Magie des Kinos. Die @berlinale ist eröffnet.

Meine Highlights des Abends: Der Ehrenbär für Michelle Yeoh - eine absolute Ikone des internationalen Kinos. Und natürlich der Eröffnungsfilm "No Good Men" von Shahrbanoo Sadat, der lebensnah und mit ...feinem Humor von der afghanischen Gesellschaft und der Machtübernahme der Taliban 2021 erzählt.
Ein guter Startschuss für 10 Tage voller großer Geschichten, bewegender Bilder und besonderer Begegnungen.

#berlinale #berlin #berlinale2026

✋Rote Hand – klares Signal.

Am internationalen Red Hand Day setzen wir im Bundestag ein deutliches Signal: Kein
Kind darf gezwungen werden, Krieg zu führen oder Gewalt auszuüben. Weltweit werden
über 250.000 Mädchen und Jungen als Soldatinnen und Soldaten missbraucht.... Sie
verlieren ihre Kindheit, viele ihr Leben, andere tragen die körperlichen und seelischen
Folgen der Gewalt ein Leben lang mit sich.

Die rote Hand steht für unseren entschiedenen Widerstand gegen jede Form der
Zwangsrekrutierung von Minderjährigen. Alle gesammelten Handabdrücke werden an
die Vereinten Nationen übergeben. Als klare Aufforderung, Kinderrechte konsequent zu
schützen und durchzusetzen.

Kinder brauchen Frieden, Schutz und Perspektiven.
Nicht Krieg.

#RedHandDay #Kinderrechte #Frieden #Bundestag #gewaltstoppen

Stell dir vor, der Sozialstaat wäre wie ein Online-Shop: alles an einem Ort, digital, schnell und unkompliziert. Genau das wollen wir mit der Sozialstaatsreform erreichen. 🛒💻

Hier einige Eckpunkte:
✅ Automatisches Kindergeld
✅ Ein Ansprechpartner für mehrere ...Leistungen
✅ Zentrale digitale Plattform
✅ Vereinfachte Gesetze & Regeln

Unser Ziel: ein moderner, bürgerfreundlicher Sozialstaat, der unterstützt, statt zu überfordern. Was ist euch bei einem modernen Sozialstaat besonders wichtig? Schreibt es in die Kommentare!

#Sozialstaat #Digitalisierung #Bürgerfreundlich #SPD

Dieses Mal durfte ich in meiner Reihe „Mann packt an“ hinter die Kulissen meiner Alma Mater schauen – genauer gesagt in die Mensa der Universität Leipzig. Dort habe ich für euch den Kochlöffel geschwungen.

Beeindruckt haben mich vor allem die Zahlen und Mengen: In der Mensa am ...Park (Hauptcampus) sorgen 55 Mitarbeitende dafür, dass täglich 6.000–6.500 Essen über den Tresen gehen – allein 500–600 Salate können es an einem Tag sein. 🥗 In allen 9 Mensen des @studentenwerkleipzig sind es sogar bis zu 11.000 Essen pro Tag.

Meine Aufgabe: In der Küche Spätzle für das vegetarische Tagesgericht „Spätzle mit Pilzpfanne“ vorbereiten 👨‍🍳. An der Ausgabe habe ich schnell gemerkt: Ab 11:45 Uhr ist richtig Betrieb – und vegetarisch kommt super an. Fast die Hälfte der Gerichte ist inzwischen vegetarisch. Der Klassiker bleibt trotzdem: Pommes, Schnitzel und Brokkoli. 🍟.

Vielen Dank an das Team der Mensa am Park für die freundliche Einweisung und die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen zu schauen!

#mannpacktan #studentenwerkleipzig #mensa #unileipzig

🎥 Klimaforschung statt Klimamärchen

Die AfD malt das Bild einer geheimen „Wettermanipulation“ und einer angeblichen globalen Geoengineering-Verschwörung. Fakten sehen anders aus: Lokale Hagelabwehr ist kein Weltklimahebel, „Wolkenimpfen“ hat kaum messbare Wirkung – und Solar... Radiation Management ist weder einsatzbereit noch klimapolitisch sinnvoll.

👉 Wer den menschengemachten Klimawandel leugnet, aber gleichzeitig vor angeblich verheerenden Klimaexperimenten warnt, widerspricht sich selbst.
Wir brauchen keine Angstszenarien und Verschwörungserzählungen, sondern seriöse Wissenschaft und Forschung und verantwortungsvolle Politik. Deshalb: Dieser Antrag ist eine klassische Nebelkerze und dient nur der Verunsicherung der Bürger – er wird deswegen abgelehnt.

#Bundestag #Klimapolitik #AfD

Roter Faden – Neues aus Berlin

Der Jahresbeginn ist geprägt von großen außenpolitischen Herausforderungen: Entwicklungen in Venezuela, irritierende Aussagen aus den USA und ein zunehmendes Infragestellen internationaler Regeln und Bündnisse. All das sorgt für Unsicherheit – und ...macht deutlich, wie wichtig eine handlungsfähige und selbstbewusste Europäische Union ist.
👉 Darüber wollen wir ins Gespräch kommen beim nächsten digitalen Austausch „Roter Faden – Neues aus Berlin“ der Landesgruppe Sachsen der SPD-Bundestagsfraktion.

Zu Gast ist Adis Ahmetovic (@adis.a93) außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Gemeinsam diskutieren wir aktuelle internationale Entwicklungen, die Zukunft der regelbasierten internationalen Ordnung und die Rolle Europas in einer sich verändernden Welt.

🕕 Ab ca. 18 Uhr stelle ich außerdem in groben Zügen das Konzept der SPD-Bundestagsfraktion zur Reform der Erbschaftsteuer vor – selbstverständlich mit Raum für Fragen und Diskussion.

📆 Donnerstag, 5. Februar 2026
⏰ ab 17 Uhr
💻 digital via Zoom
🕐 Dauer: ca. 60- 90 Minuten
💬 Fragen und Anregungen - auch speziell an unseren Gast - könnt ihr uns gern vorab per Mail (holger.mann.wk@bundestag.de), per PN schicken oder ihr schreibt sie in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

#RoterFaden #NeueausBerlin #SPD #aussenpolitik #sicherheitspolitik

Teilzeit sei ein Lifestyle-Trend? Das sagt nur, wer keine Kinder betreut, keine Angehörigen pflegt und die Lebensrealität vieler Beschäftigter ausblendet.

Für viele Menschen ist Teilzeit die einzige Möglichkeit, Arbeit, Familie, Pflege oder Weiterbildung zu vereinbaren. Wer den ...Teilzeitanspruch infrage stellt, unterstellt Beschäftigten Faulheit – und verkennt die Realität: 75 % der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen, meist wegen Kindererziehung oder Pflege.

Arbeitnehmerrechte einzuschränken löst weder strukturelle Probleme noch den Fachkräftemangel. Im Gegenteil: Druck treibt Menschen aus dem Arbeitsmarkt. Wir als SPD sagen klar: Mehr Arbeit entsteht durch bessere Bedingungen – verlässliche Kitas, gute Pflege, planbare Arbeitszeiten, faire Löhne und Gesundheitsprävention.

👉 Was ist Teilzeit für dich – Wahl oder Notwendigkeit?
💬 Schreib es in die Kommentare & teile das Video.
📕 Mehr zum Thema:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/teilzeit-einschraenken-cdu-chancen-arbeitsmarkt-forscher-100.html#Weber

#Teilzeit #GuteArbeit #Arbeitnehmerrechte #spd

Aktuelles

Pressemitteilungen, Termine und Veranstaltungen


Moor-Projekt des DBFZ erhält 4,3 Mio. Euro Bundesförderung

Holger Mann, MdB: „Erfolg für starke Umweltforschung in Leipzig“

Die Bundesregierung unterstützt bis 2027 das Projekt „MOOReturn“ unter Leitung des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) in Leipzig mit 4,3 Mio. Euro. Heute erhält das DBFZ am Rande der Grünen Woche in Berlin den Förderbescheid über 850.000 Euro für die Leitung des Projektes.

Dazu erklärt Holger Mann, stellvertretender forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss Klimaschutz und Energie:

„Moorschutz ist Klimaschutz. Intakte Moore binden große Mengen Kohlenstoff. Der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren sind entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel.

„MoorReturn“ wird direkt 3.400 Tonnen CO2, (Vgl. dies sind ca. 31 Mio. PKW-Kilometer.) jährlich einsparen. Wenn es im Forschungsprojekt gelingt die Moornutzung in Kreislaufwirtschaft zu etablieren, ist viel mehr drin. Hier nachhaltige Bewirtschaftungsmodelle zu entwickeln, hat weltweit Bedeutung. Ich freue mich, dass das Leipziger Biomasseforschungszentrum in meinem Wahlkreis diese wegweisende Forschung nun führend voranbringen kann.“

Hintergrund:

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben soll ab Januar 2025 die großflächige Wiedervernässung von Mooren mit dem Anbau und der Nutzung von Rohstoffen aus Paludikultur verbinden. Ziel ist eine nachhaltige stoffliche, wie energetische Nutzung. Wissenschaftliche Partner des DBFZ in Leipzig, sind die Universitäten Bonn, Greifswald und Rostock.

Die Förderung kommt aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und soll v.a. in Mecklenburg-Vorpommern in Praxis erprobt werden. Dort sollen ab sofort auf einer Fläche von 200 Hektar die großflächige Wiedervernässung von Moorflächen mit Anbau, stofflicher wie energetischer Verwertung und Vermarktung von Paludikultur-Rohstoffen umgesetzt und erforscht werden. So wird parallel der Transfer in chemische Prozesse, wie der stofflichen Verwertungen als Papier- oder Verpackungsmaterial, Faserplatten, Baustoffe oder Erzeugung chemischer Grundstoffe erprobt und im Projekt „toMOORow – Allianz der Pioniere“ einbezogen.


Pressemitteilung

Gute Nachricht für Leipzig: Bund fördert die „Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig (GfZL)“

Für das Projekt „Was geht mich Nationalsozialismus noch an? Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“ stellt das Förderprogramm „JUGEND erinnert vor Ort“ 163 544,42 Euro zur Verfügung.

Holger Mann, SPD-Bundestagsabgeordneter, erklärt: „Ich freue mich sehr, dass eine Leipziger Gedenkstätte für ein solch bedeutendes Projekt ausgewählt wurde. Gedenkstätten tragen mit ihrer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Erinnerungskultur bei. Die GfZL spielt hier eine zentrale Rolle, da sie die erste Einrichtung ist, die sich explizit dem Schicksal der Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus widmete.“

Mit dem Pilot-Projekt „Was geht mich Nationalsozialismus noch an? Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“ erhalten Jugendliche die Chance, sich intensiv mit dem Nationalsozialismus in ihrem direkten Umfeld auseinanderzusetzen und so einen persönlichen Bezug zu entwickeln. In den kommenden zwei Jahren erarbeiten Auszubildende der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und Leipziger Stadtverwaltung gemeinsam mit der Gedenkstätte Workshops. Dabei setzten sie sich mit der NS-Zwangsarbeit im eigenen Betrieb auseinander und beschäftigen sich mit Fragen von Rassismus und Diskriminierung in der Gegenwart. Laut der Memo-Studie 2023 ist das Interesse an diesem Thema hoch, jedoch bestehen Wissenslücken. Hier knüpfen solche außerschulischen Bildungsangebote von Gedenkstätten an, die durch kreative Formate Wissen vermitteln und junge Menschen für die Thematik sensibilisiere

 


Pressemitteilung

Honorarprofessur des außenpolitischen Sprechers der AFD zeigt gefährliche Nähe zu Putin!

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Matthias Moosdorf, hat bereits im September eine Gastprofessur an der kremlnahen Gnessin-Musikhochschule angenommen. Dazu der Lichtensteiner SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper:

“Wieder einmal zeigt sich, dass die AfD enge Kontakte in den Kreml pflegt und keinerlei Probleme bei der Unterstützung der russischen Autokratie sieht. Bereits Moosdorfs Vorgänger als außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Petr Bystron, hegte zu enge Beziehungen mit kremlnahen Organisationen. Dass Herr Moosdorf nun bezahlte Beziehungen nach Moskau pflegt, zeigt die Nähe der AfD zu Putins Regime und erklärt die Legitimation des Angriffskrieges auf die Ukraine.

Die Gnessin-Musikhochschule stand 2022 wegen Kriegspropaganda in der Kritik. Wer nun behauptet, bei der Hochschule könne man keinerlei politische Ausrichtung erkennen, verschließt vor der Wahrheit die Augen und unterstützt die autoritäre Macht Putins. Die AfD geht immer offener auf Kuschelkurs mit dem Autokraten Putin. Dass sich der außenpolitische Sprecher der AfD nun von kremlnahen, russischen Institutionen bezahlen lässt, zeigt, dass die AfD an glaubwürdiger Politik nicht interessiert ist.”

Holger Mann, Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen der SPD im Bundestag ordnet den Honorarauftrag von MdB Moosdorf an einer russischen Hochschule ein

„MdB Moosdorf lässt sich vom russischen Staatsbetrieb als Honorarprofessor bezahlen. Also von dem Staat, der wegen eines Angriffskrieges auf die Ukraine, von Deutschland und der EU sanktioniert wird. Er ist damit ein würdiger Nachfolger Peter Bystrons, gegen den mehrere Ermittlungen wegen Bestechlichkeit aus russischen Quellen laufen.

Die außenpolitischen Sprecher der AfD-Fraktion scheinen keinerlei Unrechtsgefühl zu besitzen. Sich als Mitglied des Bundestages gleichzeitig von einem fremden Staat bezahlen zu lassen, kann man nur als Vorteilsnahme oder Bestechung bezeichnen!“


Pressemitteilung

Entschiedenes Vorgehen für soziales Mietrecht ist überfällig für Leipziger Bevölkerung

Das Internetportal ImmoScout24 berichtet, dass Leipzig im dritten Quartal 2024 die bundesweit höchsten Steigerungen bei den Mieten verzeichnete.

84 % der Leipziger und Leipzigerinnen leben zur Miete in einer Wohnung oder Haus. Die geplante Einführung der Wohngemeinnützigkeit, die wir vor zwei Wochen erstmals im Bundestag beraten haben, wird neben dem sozialen Wohnungsbau eine weitere Säule für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum schaffen.

Darüber hinaus ist die Stärkung des sozialen Mietrechts in der Koalition vereinbart und für die Leipziger Bevölkerung mehr als überfällig. In dem von der FDP ausgerufenen Herbst der Entscheidungen empfehle ich daher Justizminister Marco Buschmann ein entschiedenes Vorgehen im Sinne der Mieterinnen und Mieter.


Antwortschreiben

Offener Brief Asylpolitik

Liebe Genossinnen und Genossen,

Ihr habt der Parteiführung, den sozialdemokratischen Mitgliedern des Bundestages und der Bundesregierung einen Offenen Brief geschrieben, in dem Ihr dazu auffordert, für Würde einzutreten, Menschenrechte zu wahren, das Asylrecht zu verteidigen und sozialdemokratische Werte zu leben.

Mittlerweile haben über 12.000 Genoss:innen den Offenen Brief unterzeichnet. Als Mitglieder des Bundestages sind auch wir Adressat:innen dieses Briefes und möchten Euch auf diesem Weg darauf antworten.

Das Wichtigste zuerst: Wir sind Euch sehr dankbar dafür, dass Ihr diesen Brief geschrieben habt. Wir teilen Eure Trauer, Eure Wut und Eure Zweifel angesichts des aktuellen Diskurses. Um es klar zu sagen: Auch wir halten den Kurs, der gerade in der SPD in der Migrations- und Asylpolitik eingeschlagen wird, für falsch.

Uns ist bewusst, dass es sich bei vielen politischen Forderungen nach Verschärfungen bei Asyl und Migration um Reaktionen auf Solingen handelt. Es ist verständlich, dass nach so einem grausamen Anschlag viele Menschen in Deutschland Unsicherheit verspüren und sich politische Maßnahmen wünschen, die mehr Sicherheit schaffen.

Diese Verunsicherung müssen wir ernstnehmen. Das verpflichtet uns zugleich dazu, politische Maßnahmen vorzuschlagen, die wirklich zu mehr Sicherheit beitragen und nicht Aktionismus sind. Mehr Sicherheit können wir nur schaffen, wenn wir die Hintergründe von Anschlägen wie in Solingen ehrlich benennen und die tatsächlichen Ursachen für solche Taten bekämpfen.

Deshalb ist es richtig, das Waffenrecht zu verschärfen, Terror-Finanzierung zu unterbinden und Hass-Botschaften online und offline zu stoppen.  Es ist aber auch wichtig, mit Augenmaß vorzugehen und verantwortungsvoll zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten abzuwägen. Nicht jede Rechtsverschärfung ist zweckdienlich, nicht jede neue Kompetenz für Sicherheitsbehörden ist notwendig und verhältnismäßig. Für uns ist ganz klar: Wir brauchen mehr Islamismus-Prävention, mehr Rechtsextremismusprävention und mehr Demokratiearbeit.

Der Kampf gegen Rechtsextremismus und islamistische Radikalisierung kann nur in einer politisch aufgeklärten Gesellschaft gelingen. Dazu gehört für uns auch, die soziale Sicherheit in unserer Gesellschaft zu stärken

Alle, die die aktuellen sicherheitspolitischen Fragen auf Migrationspolitik herunterbrechen, machen es sich viel zu einfach. Sicherheitspolitische Fragen dürfen nicht unzulässig mit Migrationspolitik vermischt werden. Auch hier stimmen wir Euch zu. Diese Argumentation suggeriert Zusammenhänge, die es nachweisbar nicht gibt: Migration ist nicht die Ursache von Anschlägen. Wer nach terroristischen Anschlägen reflexartig mehr Grenzkontrollen, mehr Abschiebungen und mehr repressive Maßnahmen in der Migrationspolitik fordert, unterstellt einen ursächlichen Zusammenhang. So wird eine Spirale in Gang gesetzt. Beim nächsten Vorfall kann es dann nur den Schluss geben, dass es noch schärfere Maßnahmen bräuchte, die kaum oder gar nicht zu mehr Sicherheit führen. Rechte nutzen dabei jeden weiteren Vorfall als Anlass, um diese Spirale weiterzudrehen und ihre eigene Agenda voranzubringen.

Wenn wir uns darauf einlassen, erreichen wir eine immer weitere Verschiebung des öffentlichen Diskurses. Dabei sollten wir das Gegenteil tun: Haltung zeigen, uns der Agenda der Rechten konsequent entgegenstellen und diese konstruierte Argumentationskette durchbrechen.

Für uns bedeutet das konkret auf das „Sicherheitspaket“ bezogen, dass wir insbesondere den vorgeschlagenen Ausschluss von Sozialleistungen, anlasslose Kontrollen, den Abgleich biometrischer Daten, Grenzkontrollen und Zurückweisungen sowie die Ausweitung von Inhaftierungen kritisieren. Wir haben uns bereits in den vergangenen Tagen und Wochen innerhalb der Bundestagsfraktion dafür eingesetzt, gerade bei diesen Punkten geplante Maßnahmen zu verhindern und werden das weiterhin tun.

In den kommenden Wochen wird es im Rahmen der Haushaltsverhandlungen auch darum gehen, wesentliche migrations- und teilhabepolitische Projekte zu retten und zu stärken. Gerade jetzt dürfen wir nicht an den Mitteln für Integrationskurse, psychosoziale Beratung oder am Haushalt der Integrationsbeauftragten kürzen. Stattdessen müssen wir die Haushaltsansätze gerade dort erhalten und ausbauen.

Statt asylpolitischer Abwehrkämpfe wollen wir uns wieder Projekten widmen, die das Leben von Menschen leichter machen und den Geist der Solidarität atmen: ob bei der Erleichterung des Familiennachzugs, bei der Staatsbürgerschaft, bei Aufenthaltsrechten für Opfer häuslicher Gewalt oder schnelleren Möglichkeiten für Geflüchtete und andere Migrant:innen, ihren Lebensunterhalt hier selbst zu erarbeiten.

Grundsätzlich muss klar sein: Es ist falsch, auf Anschläge wie in Solingen mit Debatten über Asyl und Migration zu reagieren. Wir wissen, dass wir davon auch Kolleg:innen und Genoss:innen überzeugen müssen.

Wir sind Euch deshalb sehr dankbar dafür, dass Ihr uns mit Eurem Brief in unseren Überzeugungen bestärkt, Rückendeckung gebt und dem reflexhaften Ruf nach einer härteren Gangart in der Migrationspolitik widersprecht. Wir bitten Euch, diesen Widerspruch aufrechtzuerhalten. Zusammen mit Euch wollen wir weiter das Asylrecht verteidigen, für die Würde aller Menschen eintreten und für eine Sozialdemokratie kämpfen, die das ebenfalls tut.

Mit solidarischen Grüßen
Euer Holger

Leni Breymaier, MdB
Karamba Diaby, MdB
Jan Dieren, MdB
Felix Döring, MdB
Hakan Demir, MdB
Axel Echeverria, MdB
Fabian Funke, MdB
Manuel Gava, MdB
Carlos Kasper, MdB
Anna Kassautzki, MdB
Helmut Kleebank, MdB
Tim Klüssendorf, MdB
Annika Klose, MdB
Holger Mann, MdB
Zanda Martens, MdB
Takis Mehmet Ali, MdB
Dirk-Ulrich Mende, MdB
Robin Mesarosch, MdB
Katrin Michel, MdB
Rasha Nasr, MdB
Ye-One Rhie, MdB
Jessica Rosenthal, MdB
Jessica Rosenthal, MdB
Tina Rudolph, MdB
Mathias Stein, MdB
Nadja Sthamer, MdB
Ruppert Stüwe, MdB
Derya Türk-Nachbaur, MdB
Erik von Malottki, MdB
Emily Vontz, MdB
Maja Wallstein, MdB
Carolin Wagner, MdB
Carolin Wagner, MdB
Carmen Wegge, MdB
Gülistan Yüksel, MdB


Pressemitteilung

Umbau des Unteren Bahnhofes Delitzsch: Bund fördert Fahrradstellplätze mit 225 000 Euro

Weiterer Geldsegen für die Loberstadt: Im Zuge der Sanierung des Unteren Bahnhofs in Delitzsch werden auch neue Fahrradstellplätze errichtet. Jetzt ist klar: Der Bund fördert die Neuerrichtung der Fahrradstellplätze mit einer Summe von 225.000 Euro.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Mann, stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss informiert: „Im Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages haben wir gestern Fördermittel aus dem Programm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ beschlossen. 

Ich freue mich, dass die Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH nun mit 225.000 Euro gefördert wird. Schon bis Ende 2025 können damit 200 Stellplätze am unteren Bahnhof geschaffen werden. Zum Projekt sollen auch zwei Plätze für Lastenräder und Anhänger, eine E-Ladestation, Schließfächer, sowie eine Reparaturstation und Leihstation gehören.

Dies wird die Mobilität in, von und nach Delitzsch weiter verbessern. In der klugen Kombination von Verkehrsträgern liegen Chancen für Mobilität, soziale Inklusion, Klimaschutz und Lebensqualität.“

„Der Untere Bahnhof bildet das geografische Zentrum unserer Stadt und ist für viele Besucherinnen und Besucher das erste, das sie von Delitzsch sehen. Ich freue mich, dass die Wohnungsgesellschaft dieses Gebäude jetzt saniert und zu einem wirklichen Aushängeschild unserer Stadt entwickelt. Zu einem attraktiven Bahnhof gehören auch ausreichend Fahrradstellplätze für Pendlerinnen und Pendler. Mit Angeboten wie einer Fahrrad-Reparatur-Station, der Möglichkeit, E-Bikes hier zu laden sowie dem Verleih von Fahrrädern wird unsere Stadt auch insgesamt attraktiver. Wir sind dem Bund deshalb sehr dankbar für diese Förderung.“, erklärt Kreis- und Stadtrat Jens Müller (parteilos) für die Delitzscher SPD-Fraktion.

Der Untere Bahnhof wird künftig Heimat der Volkshochschule Nordsachsen. Die Bildungseinrichtung wird das Obergeschoss des Bahnhofes nutzen. Im Erdgeschoss sollen unter anderem ein S-Point und ein Café einen Platz finden. Sowohl das Bahnhofsgebäude als auch das gesamte Gelände um den Bahnhof sollen so deutlich aufgewertet werden.

Das weitere Verfahren wird zwischen Antragssteller und dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) abgestimmt.