Zeige, dass Dir soziale
Politik wichtig ist.


FOLGE MIR

Staatlich geförderte Kultur statt Staatskultur.

Dafür habe ich in meiner Rede zur Aktuellen Stunde im Bundestag über die Buchhandlungspreis-Affäre plädiert.

Als Sozialdemokrat stehe ich hinter der Freiheit von Kunst und Kultur. Für eine vielfältige Demokratie muss ...gewährleistet sein, dass auch eine Kulturlandschaft in all ihrer Breite gefördert wird. Dafür braucht es Vertrauen in die Entscheidungen von unabhängigen Jurys für Förderpreise, aber vor allem auch Vertrauen in den Raum des Sagbaren und Darstellbaren kultureller Institutionen.

Die Kunstfreiheit ist eines der höchsten Güter unserer Demokratie. Sie zu bewahren stellt einer Kernaufgabe der Politik dar, die wir jetzt mehr denn je wahrnehmen müssen.

@spdbt @spdleipzig

#kunstfreiheit #demokratie #bundeskultur #buchhandlungspreis #rede

Wie steht es um die Freiheit des Wortes?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Empfangs vom Kulturforum der Sozialdemokratie anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse.

Dazu diskutierte ich mit Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin des PEN Deutschland, meiner ...Kulturausschusskollegin Nancy Faeser und Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Begleitet von einem Grußwort des hessischen Kulturministers Timon Gremmels sprachen wir über die Bedeutung von Art. 5 Abs. 3 für die Kunst- und Wortfreiheit, den Eklat um den Deutschen Buchhandlungspreis und seine Folgen für unsere Kulturpolitik, die schon jetzt spürbar sind.

@pendeutschland @nancy_faeser @boersenverein @gremmels @spdleipzig

#lbm2026 #kultur #kunstfreiheit #spd #leipzig

Zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse wird deutlich: Unsere Kultur braucht
Verlässlichkeit 📚
Gemeinsam mit meinen Leipziger Kollegen Jens Lehmann, Sören Pellmann und Paula
Piechotta habe ich mich in einem Offenen Brief an den Kulturstaatsminister gewandt.
Unser Ziel ist... klar: Der 5. Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
muss kommen.
Warum das so wichtig ist? Die Kapazitäten der Bibliothek sind absehbar erschöpft.
Ohne den Erweiterungsbau drohen massive Einschränkungen bei der Sammlung und
Sicherung unseres schriftlichen Kulturerbes.
„Der finanzielle und organisatorische Druck auf die Nationalbibliothek wäre durch die
Absage des Erweiterungsbaus immens. Schon unter Beibehaltung des bisherigen
Zeitplans des 5. Erweiterungsbaus wäre die Möglichkeit der Aufnahme und Einlagerung
von Beständen in der DNB bis zur bisher geplanten Fertigstellung im Jahr 2031
erschöpft. Unter diesen Umständen braucht es zeitnah eine realistische Lösung für die
Erfüllung des gesetzlichen Auftrages der Sammlung von Werken und Sicherung des
Bestands der DNB. (…)
Sowohl rechtlich, in ihrem Selbstverständnis, als auch in ihrer öffentlichen
Wahrnehmung stellt die Deutsche Nationalbibliothek einen essenziellen Anker zum
Erhalt physischen schriftlichen Deutschen Kulturguts dar. Diese Funktion ist einzigartig
für die DNB in der kulturpolitischen Landschaft unseres Landes und sollte in dieser
Form erhalten werden.
Wir bekennen uns daher zu beiden Standorten der Deutschen Nationalbibliothek als
auch zu ihrem Status als Präsenzbibliothek und appellieren an Sie, die Realisierung des
Erweiterungsbaus wieder aufzunehmen“, appellieren wir in unserem Schreiben.

Leipzig ist Buchstadt. Und die Deutsche Nationalbibliothek ist ein Herzstück unserer
kulturellen Infrastruktur. Wer Kultur ernst nimmt, muss hier handeln.

Foto: DNB // Alexander Schmidt

@paula.piechotta @jenslehmann.leipzig @soerenpellmann @spdleipzig
@spd_fraktion_leipzig @spdbt

#Leipzig #Buchmesse #Kulturpolitik #DNB #DeutscheNationalbibliothek

Deutschland wird sich nicht am Krieg gegen den Iran beteiligen.
Auch nicht in der Straße von Hormus – trotz Forderungen aus den USA.
Das ist wichtig, denn: Der Angriff ist völkerrechtlich hoch problematisch.
Die Folgen spüren wir dennoch alle, vor allem an der Tankstelle und bei... Energiepreisen.
Deshalb handeln wir:
⛽Teile der Ölreserve wurden freigegeben
📉Neue Regeln sollen Spritpreise transparenter machen (nur 1 Erhöhung pro Tag)
⚖️Kartellrecht wird konsequent genutzt
Klar ist für mich aber auch: Weitere milliardenschwere Subventionen beim Sprit bringen
wenig. Hier sind schon einmal 3 Mrd. Euro Steuermittel von uns allen eingesetzt
worden, ohne dass es eine erkennbare Wirkung auf die Preise an den Tankstellen hatte.

👉Was denkt ihr: richtige Maßnahmen oder braucht es mehr?
Schreibt’s mir in die Kommentare!

#politik #bundestag #energiepreise #spd #iran

💡Es ist wieder Zeit, Ideen zu verwirklichen!

Der Wettbewerb „machen!“ 2026 startet: Bis zum 5. Mai können Engagierte und Ehrenamtliche aus Ostdeutschland ihre Projekte für ein gutes Miteinander einreichen. Insgesamt werden mindestens 200 Projektideen mit Preisgeldern zwischen ...2.500 und 10.000 Euro ausgezeichnet.

Eine unabhängige Jury prämiert die besten Ideen in drei Kategorien:
✨ Lebensräume gestalten – für mehr Lebensqualität und ein starkes Miteinander
👩‍🎓 NextGen engagiert – Projekte von und für junge Menschen
🤝 Brücken bauen – Partnerschaften über Grenzen hinweg

Teilnehmen können gemeinnützige Organisationen aus
📍 Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
– insbesondere in Städten und Gemeinden bis 50.000 Einwohner.

Organisiert wird der Wettbewerb von Staatsministerin Elisabeth Kaiser und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt – mit dem Ziel, das vielfältige Engagement vor Ort sichtbarer zu machen. Seit 2019 wurden so bereits über 790 Projekte gefördert mit insgesamt 3,6 Millionen Euro.

👉 Jetzt bewerben: www.machen-wettbewerb.de
👉 Oder weitersagen an alle, die sich engagieren!

#engagement #ehrenamt #ostdeutschland #machen2026 #preis

Diese Woche war ich zu Gast beim Leipzig Science Club in der HTWK.🚀

Wichtige Themen waren an diesem Abend die Bedeutung von Wäldern für die
Lebenszufriedenheit und Wirtschaft, sowie die Innovation im Holzbau an denen die
HTWK zurzeit intensiv forscht. 💡
Ein ...spannender Austausch zur Verbindung von Forschung und Nachhaltigkeit.

Fotos: Saskia Pramor / HTWK Leipzig
@leipzigsciencenetwork @thamphotography

#forschung #leipzig #htwkleipzig #nachhaltigkeit #scienceclub

Heute hat der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien Wolfram Weimer mitteilen lassen, dass die bereits verschobene Verleihung des Deutschen Buchhandelspreises auf der Leipziger Messe nun kurzfristig abgesagt wird. Ein Sprecher erklärte: „Die Diskussion um die Streichungen [von Nominierten] ...drohe den Sinn der Veranstaltung zunehmend zu überlagern".

Ich finde, das Problem ist nicht, dass es zu einer Debatte rund um den Ausschluss von drei Buchhandlungen vom Buchhandelspreis gekommen ist. Der Fehler liegt ursächlich beim BKM selbst, da man mit dem ungeeigneten Haber-Verfahren über eine Abfrage beim Verfassungsschutz drei nominierte Buchhandlungen ausschloss.

Die Freiheit von Kultur und Meinung ist in der Verfassung tief verankert. Weder passt eine pauschale Überprüfung der Nominierten dazu, noch ist das angewandte Haber-Verfahren geeignet, eine Verfassungswidrigkeit oder extremistisches Agieren von Buchläden festzustellen. Mehr noch, es untergräbt Meinungsfreiheit und demokratische Debattenkultur, wenn staatliche Sicherheitsbewertungen entscheiden, welche Stimmen im kulturellen Raum sichtbar werden.

Es ist bitter festzustellen, dass mangels notwendiger Sensibilität nun der Preis, sowie die Branche als Ganzes in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich hoffe daher, dass das BKM von pauschalen Überprüfungen und dem nicht verhältnismäßigen Haber-Verfahren abrückt.

@lvz.de @saechsische.de @mdr_sn @leipzigerzeitung

Demoaufruf zum 8. März: Die Zeit zu kämpfen ist jetzt!

🗓️8. März 2026
⏰14:30 Uhr ->Treffpunkt Mendebrunnen. Halte Ausschau nach den Fahnen der SPD FRAUEN.
📍Augustusplatz (Ende: Connewitzer Kreuz)

Das Bündnis „8. März ist immer“ ruft heute, am ...Internationalen Feministischen Kampftag, auf gemeinsam auf die Straße zu gehen. Weltweit wird an diesem Tag auf feministische Kämpfe und Forderungen aufmerksam gemacht. Auch hier in Leipzig wollen wir ein klares Zeichen setzen: Feminismus bleibt unverzichtbar.

Zeig Haltung. Geh mit uns auf die Straße!!

Gleichstellung ist unsere Stärke
Am 8. März jährt sich der Internationale Frauentag. Er erinnert uns daran: Gleichstellung
ist nicht selbstverständlich, sie muss erkämpft und verteidigt werden. Das ist eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ich stelle euch heute acht ...Leipziger Initiativen vor,
die sich dafür einsetzen.

Ob in Kultur, Gesundheit, Bildung, Sport oder Karriere: sie tragen einen erheblichen
Anteil zur Stärkung der Gleichstellung bei. In unsrer Stadt und darüber hinaus.

Welchem Verein oder Initiative seid ihr zum Frauentag besonders dankbar?
Schreibt es in die Kommentare!

@spdleipzig

#frauentag #gleichberechtigung #spd #weltfrauentag #zivilgesellschaft

Aktuelles

Pressemitteilungen, Termine und Veranstaltungen


Moor-Projekt des DBFZ erhält 4,3 Mio. Euro Bundesförderung

Holger Mann, MdB: „Erfolg für starke Umweltforschung in Leipzig“

Die Bundesregierung unterstützt bis 2027 das Projekt „MOOReturn“ unter Leitung des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) in Leipzig mit 4,3 Mio. Euro. Heute erhält das DBFZ am Rande der Grünen Woche in Berlin den Förderbescheid über 850.000 Euro für die Leitung des Projektes.

Dazu erklärt Holger Mann, stellvertretender forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss Klimaschutz und Energie:

„Moorschutz ist Klimaschutz. Intakte Moore binden große Mengen Kohlenstoff. Der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren sind entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel.

„MoorReturn“ wird direkt 3.400 Tonnen CO2, (Vgl. dies sind ca. 31 Mio. PKW-Kilometer.) jährlich einsparen. Wenn es im Forschungsprojekt gelingt die Moornutzung in Kreislaufwirtschaft zu etablieren, ist viel mehr drin. Hier nachhaltige Bewirtschaftungsmodelle zu entwickeln, hat weltweit Bedeutung. Ich freue mich, dass das Leipziger Biomasseforschungszentrum in meinem Wahlkreis diese wegweisende Forschung nun führend voranbringen kann.“

Hintergrund:

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben soll ab Januar 2025 die großflächige Wiedervernässung von Mooren mit dem Anbau und der Nutzung von Rohstoffen aus Paludikultur verbinden. Ziel ist eine nachhaltige stoffliche, wie energetische Nutzung. Wissenschaftliche Partner des DBFZ in Leipzig, sind die Universitäten Bonn, Greifswald und Rostock.

Die Förderung kommt aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und soll v.a. in Mecklenburg-Vorpommern in Praxis erprobt werden. Dort sollen ab sofort auf einer Fläche von 200 Hektar die großflächige Wiedervernässung von Moorflächen mit Anbau, stofflicher wie energetischer Verwertung und Vermarktung von Paludikultur-Rohstoffen umgesetzt und erforscht werden. So wird parallel der Transfer in chemische Prozesse, wie der stofflichen Verwertungen als Papier- oder Verpackungsmaterial, Faserplatten, Baustoffe oder Erzeugung chemischer Grundstoffe erprobt und im Projekt „toMOORow – Allianz der Pioniere“ einbezogen.


Pressemitteilung

Gute Nachricht für Leipzig: Bund fördert die „Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig (GfZL)“

Für das Projekt „Was geht mich Nationalsozialismus noch an? Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“ stellt das Förderprogramm „JUGEND erinnert vor Ort“ 163 544,42 Euro zur Verfügung.

Holger Mann, SPD-Bundestagsabgeordneter, erklärt: „Ich freue mich sehr, dass eine Leipziger Gedenkstätte für ein solch bedeutendes Projekt ausgewählt wurde. Gedenkstätten tragen mit ihrer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Erinnerungskultur bei. Die GfZL spielt hier eine zentrale Rolle, da sie die erste Einrichtung ist, die sich explizit dem Schicksal der Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus widmete.“

Mit dem Pilot-Projekt „Was geht mich Nationalsozialismus noch an? Azubis auf Spurensuche im eigenen Betrieb“ erhalten Jugendliche die Chance, sich intensiv mit dem Nationalsozialismus in ihrem direkten Umfeld auseinanderzusetzen und so einen persönlichen Bezug zu entwickeln. In den kommenden zwei Jahren erarbeiten Auszubildende der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und Leipziger Stadtverwaltung gemeinsam mit der Gedenkstätte Workshops. Dabei setzten sie sich mit der NS-Zwangsarbeit im eigenen Betrieb auseinander und beschäftigen sich mit Fragen von Rassismus und Diskriminierung in der Gegenwart. Laut der Memo-Studie 2023 ist das Interesse an diesem Thema hoch, jedoch bestehen Wissenslücken. Hier knüpfen solche außerschulischen Bildungsangebote von Gedenkstätten an, die durch kreative Formate Wissen vermitteln und junge Menschen für die Thematik sensibilisiere

 


Pressemitteilung

Honorarprofessur des außenpolitischen Sprechers der AFD zeigt gefährliche Nähe zu Putin!

Der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Matthias Moosdorf, hat bereits im September eine Gastprofessur an der kremlnahen Gnessin-Musikhochschule angenommen. Dazu der Lichtensteiner SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper:

“Wieder einmal zeigt sich, dass die AfD enge Kontakte in den Kreml pflegt und keinerlei Probleme bei der Unterstützung der russischen Autokratie sieht. Bereits Moosdorfs Vorgänger als außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Petr Bystron, hegte zu enge Beziehungen mit kremlnahen Organisationen. Dass Herr Moosdorf nun bezahlte Beziehungen nach Moskau pflegt, zeigt die Nähe der AfD zu Putins Regime und erklärt die Legitimation des Angriffskrieges auf die Ukraine.

Die Gnessin-Musikhochschule stand 2022 wegen Kriegspropaganda in der Kritik. Wer nun behauptet, bei der Hochschule könne man keinerlei politische Ausrichtung erkennen, verschließt vor der Wahrheit die Augen und unterstützt die autoritäre Macht Putins. Die AfD geht immer offener auf Kuschelkurs mit dem Autokraten Putin. Dass sich der außenpolitische Sprecher der AfD nun von kremlnahen, russischen Institutionen bezahlen lässt, zeigt, dass die AfD an glaubwürdiger Politik nicht interessiert ist.”

Holger Mann, Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen der SPD im Bundestag ordnet den Honorarauftrag von MdB Moosdorf an einer russischen Hochschule ein

„MdB Moosdorf lässt sich vom russischen Staatsbetrieb als Honorarprofessor bezahlen. Also von dem Staat, der wegen eines Angriffskrieges auf die Ukraine, von Deutschland und der EU sanktioniert wird. Er ist damit ein würdiger Nachfolger Peter Bystrons, gegen den mehrere Ermittlungen wegen Bestechlichkeit aus russischen Quellen laufen.

Die außenpolitischen Sprecher der AfD-Fraktion scheinen keinerlei Unrechtsgefühl zu besitzen. Sich als Mitglied des Bundestages gleichzeitig von einem fremden Staat bezahlen zu lassen, kann man nur als Vorteilsnahme oder Bestechung bezeichnen!“


Pressemitteilung

Entschiedenes Vorgehen für soziales Mietrecht ist überfällig für Leipziger Bevölkerung

Das Internetportal ImmoScout24 berichtet, dass Leipzig im dritten Quartal 2024 die bundesweit höchsten Steigerungen bei den Mieten verzeichnete.

84 % der Leipziger und Leipzigerinnen leben zur Miete in einer Wohnung oder Haus. Die geplante Einführung der Wohngemeinnützigkeit, die wir vor zwei Wochen erstmals im Bundestag beraten haben, wird neben dem sozialen Wohnungsbau eine weitere Säule für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum schaffen.

Darüber hinaus ist die Stärkung des sozialen Mietrechts in der Koalition vereinbart und für die Leipziger Bevölkerung mehr als überfällig. In dem von der FDP ausgerufenen Herbst der Entscheidungen empfehle ich daher Justizminister Marco Buschmann ein entschiedenes Vorgehen im Sinne der Mieterinnen und Mieter.


Antwortschreiben

Offener Brief Asylpolitik

Liebe Genossinnen und Genossen,

Ihr habt der Parteiführung, den sozialdemokratischen Mitgliedern des Bundestages und der Bundesregierung einen Offenen Brief geschrieben, in dem Ihr dazu auffordert, für Würde einzutreten, Menschenrechte zu wahren, das Asylrecht zu verteidigen und sozialdemokratische Werte zu leben.

Mittlerweile haben über 12.000 Genoss:innen den Offenen Brief unterzeichnet. Als Mitglieder des Bundestages sind auch wir Adressat:innen dieses Briefes und möchten Euch auf diesem Weg darauf antworten.

Das Wichtigste zuerst: Wir sind Euch sehr dankbar dafür, dass Ihr diesen Brief geschrieben habt. Wir teilen Eure Trauer, Eure Wut und Eure Zweifel angesichts des aktuellen Diskurses. Um es klar zu sagen: Auch wir halten den Kurs, der gerade in der SPD in der Migrations- und Asylpolitik eingeschlagen wird, für falsch.

Uns ist bewusst, dass es sich bei vielen politischen Forderungen nach Verschärfungen bei Asyl und Migration um Reaktionen auf Solingen handelt. Es ist verständlich, dass nach so einem grausamen Anschlag viele Menschen in Deutschland Unsicherheit verspüren und sich politische Maßnahmen wünschen, die mehr Sicherheit schaffen.

Diese Verunsicherung müssen wir ernstnehmen. Das verpflichtet uns zugleich dazu, politische Maßnahmen vorzuschlagen, die wirklich zu mehr Sicherheit beitragen und nicht Aktionismus sind. Mehr Sicherheit können wir nur schaffen, wenn wir die Hintergründe von Anschlägen wie in Solingen ehrlich benennen und die tatsächlichen Ursachen für solche Taten bekämpfen.

Deshalb ist es richtig, das Waffenrecht zu verschärfen, Terror-Finanzierung zu unterbinden und Hass-Botschaften online und offline zu stoppen.  Es ist aber auch wichtig, mit Augenmaß vorzugehen und verantwortungsvoll zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten abzuwägen. Nicht jede Rechtsverschärfung ist zweckdienlich, nicht jede neue Kompetenz für Sicherheitsbehörden ist notwendig und verhältnismäßig. Für uns ist ganz klar: Wir brauchen mehr Islamismus-Prävention, mehr Rechtsextremismusprävention und mehr Demokratiearbeit.

Der Kampf gegen Rechtsextremismus und islamistische Radikalisierung kann nur in einer politisch aufgeklärten Gesellschaft gelingen. Dazu gehört für uns auch, die soziale Sicherheit in unserer Gesellschaft zu stärken

Alle, die die aktuellen sicherheitspolitischen Fragen auf Migrationspolitik herunterbrechen, machen es sich viel zu einfach. Sicherheitspolitische Fragen dürfen nicht unzulässig mit Migrationspolitik vermischt werden. Auch hier stimmen wir Euch zu. Diese Argumentation suggeriert Zusammenhänge, die es nachweisbar nicht gibt: Migration ist nicht die Ursache von Anschlägen. Wer nach terroristischen Anschlägen reflexartig mehr Grenzkontrollen, mehr Abschiebungen und mehr repressive Maßnahmen in der Migrationspolitik fordert, unterstellt einen ursächlichen Zusammenhang. So wird eine Spirale in Gang gesetzt. Beim nächsten Vorfall kann es dann nur den Schluss geben, dass es noch schärfere Maßnahmen bräuchte, die kaum oder gar nicht zu mehr Sicherheit führen. Rechte nutzen dabei jeden weiteren Vorfall als Anlass, um diese Spirale weiterzudrehen und ihre eigene Agenda voranzubringen.

Wenn wir uns darauf einlassen, erreichen wir eine immer weitere Verschiebung des öffentlichen Diskurses. Dabei sollten wir das Gegenteil tun: Haltung zeigen, uns der Agenda der Rechten konsequent entgegenstellen und diese konstruierte Argumentationskette durchbrechen.

Für uns bedeutet das konkret auf das „Sicherheitspaket“ bezogen, dass wir insbesondere den vorgeschlagenen Ausschluss von Sozialleistungen, anlasslose Kontrollen, den Abgleich biometrischer Daten, Grenzkontrollen und Zurückweisungen sowie die Ausweitung von Inhaftierungen kritisieren. Wir haben uns bereits in den vergangenen Tagen und Wochen innerhalb der Bundestagsfraktion dafür eingesetzt, gerade bei diesen Punkten geplante Maßnahmen zu verhindern und werden das weiterhin tun.

In den kommenden Wochen wird es im Rahmen der Haushaltsverhandlungen auch darum gehen, wesentliche migrations- und teilhabepolitische Projekte zu retten und zu stärken. Gerade jetzt dürfen wir nicht an den Mitteln für Integrationskurse, psychosoziale Beratung oder am Haushalt der Integrationsbeauftragten kürzen. Stattdessen müssen wir die Haushaltsansätze gerade dort erhalten und ausbauen.

Statt asylpolitischer Abwehrkämpfe wollen wir uns wieder Projekten widmen, die das Leben von Menschen leichter machen und den Geist der Solidarität atmen: ob bei der Erleichterung des Familiennachzugs, bei der Staatsbürgerschaft, bei Aufenthaltsrechten für Opfer häuslicher Gewalt oder schnelleren Möglichkeiten für Geflüchtete und andere Migrant:innen, ihren Lebensunterhalt hier selbst zu erarbeiten.

Grundsätzlich muss klar sein: Es ist falsch, auf Anschläge wie in Solingen mit Debatten über Asyl und Migration zu reagieren. Wir wissen, dass wir davon auch Kolleg:innen und Genoss:innen überzeugen müssen.

Wir sind Euch deshalb sehr dankbar dafür, dass Ihr uns mit Eurem Brief in unseren Überzeugungen bestärkt, Rückendeckung gebt und dem reflexhaften Ruf nach einer härteren Gangart in der Migrationspolitik widersprecht. Wir bitten Euch, diesen Widerspruch aufrechtzuerhalten. Zusammen mit Euch wollen wir weiter das Asylrecht verteidigen, für die Würde aller Menschen eintreten und für eine Sozialdemokratie kämpfen, die das ebenfalls tut.

Mit solidarischen Grüßen
Euer Holger

Leni Breymaier, MdB
Karamba Diaby, MdB
Jan Dieren, MdB
Felix Döring, MdB
Hakan Demir, MdB
Axel Echeverria, MdB
Fabian Funke, MdB
Manuel Gava, MdB
Carlos Kasper, MdB
Anna Kassautzki, MdB
Helmut Kleebank, MdB
Tim Klüssendorf, MdB
Annika Klose, MdB
Holger Mann, MdB
Zanda Martens, MdB
Takis Mehmet Ali, MdB
Dirk-Ulrich Mende, MdB
Robin Mesarosch, MdB
Katrin Michel, MdB
Rasha Nasr, MdB
Ye-One Rhie, MdB
Jessica Rosenthal, MdB
Jessica Rosenthal, MdB
Tina Rudolph, MdB
Mathias Stein, MdB
Nadja Sthamer, MdB
Ruppert Stüwe, MdB
Derya Türk-Nachbaur, MdB
Erik von Malottki, MdB
Emily Vontz, MdB
Maja Wallstein, MdB
Carolin Wagner, MdB
Carolin Wagner, MdB
Carmen Wegge, MdB
Gülistan Yüksel, MdB


Pressemitteilung

Umbau des Unteren Bahnhofes Delitzsch: Bund fördert Fahrradstellplätze mit 225 000 Euro

Weiterer Geldsegen für die Loberstadt: Im Zuge der Sanierung des Unteren Bahnhofs in Delitzsch werden auch neue Fahrradstellplätze errichtet. Jetzt ist klar: Der Bund fördert die Neuerrichtung der Fahrradstellplätze mit einer Summe von 225.000 Euro.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Mann, stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss informiert: „Im Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages haben wir gestern Fördermittel aus dem Programm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ beschlossen. 

Ich freue mich, dass die Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch mbH nun mit 225.000 Euro gefördert wird. Schon bis Ende 2025 können damit 200 Stellplätze am unteren Bahnhof geschaffen werden. Zum Projekt sollen auch zwei Plätze für Lastenräder und Anhänger, eine E-Ladestation, Schließfächer, sowie eine Reparaturstation und Leihstation gehören.

Dies wird die Mobilität in, von und nach Delitzsch weiter verbessern. In der klugen Kombination von Verkehrsträgern liegen Chancen für Mobilität, soziale Inklusion, Klimaschutz und Lebensqualität.“

„Der Untere Bahnhof bildet das geografische Zentrum unserer Stadt und ist für viele Besucherinnen und Besucher das erste, das sie von Delitzsch sehen. Ich freue mich, dass die Wohnungsgesellschaft dieses Gebäude jetzt saniert und zu einem wirklichen Aushängeschild unserer Stadt entwickelt. Zu einem attraktiven Bahnhof gehören auch ausreichend Fahrradstellplätze für Pendlerinnen und Pendler. Mit Angeboten wie einer Fahrrad-Reparatur-Station, der Möglichkeit, E-Bikes hier zu laden sowie dem Verleih von Fahrrädern wird unsere Stadt auch insgesamt attraktiver. Wir sind dem Bund deshalb sehr dankbar für diese Förderung.“, erklärt Kreis- und Stadtrat Jens Müller (parteilos) für die Delitzscher SPD-Fraktion.

Der Untere Bahnhof wird künftig Heimat der Volkshochschule Nordsachsen. Die Bildungseinrichtung wird das Obergeschoss des Bahnhofes nutzen. Im Erdgeschoss sollen unter anderem ein S-Point und ein Café einen Platz finden. Sowohl das Bahnhofsgebäude als auch das gesamte Gelände um den Bahnhof sollen so deutlich aufgewertet werden.

Das weitere Verfahren wird zwischen Antragssteller und dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) abgestimmt.