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Pressemitteilung

Durchbruch für Millionen Betroffene: Haushaltsausschuss beschließt „Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“

Mit einer historischen Entscheidung hat der Haushaltsausschuss des Bundestages gestern einen entscheidenden Meilenstein für Millionen von Bürgerinnen und Bürgern mit postinfektiösen Erkrankungen gesetzt. Das langfristige Engagement zielt darauf ab, die Forschung zu Long COVID und ME/CFS massiv auszuweiten.

Dazu Holger Mann, Sprecher der Landesgruppe Sachsen und stellvertretender Sprecher für Forschung, Technologie und Raumfahrt der SPD-Bundestagsfraktion:

„Mit diesem Beschluss setzt die Koalition ein starkes sozial- und gesundheitspolitisches Zeichen und kommt ihrer Verantwortung gegenüber Millionen von Betroffenen nach. Postinfektiöse Erkrankungen, insbesondere ME/CFS und Long COVID, stellen eine immense Belastung für die Erkrankten und ihre Familien dar. Da wir noch keine kurativen Therapien anbieten können, haben wir eine halbe Milliarde Euro für eine Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen mobilisiert und werden notwendige Forschung über die nächsten zehn Jahre ausbauen. 

Diese Mittel ermöglichen endlich eine langfristige Strategie zur Verbesserung der Versorgung. Nur durch das bessere Verständnis der Ursachen und biologischen Prozesse kann die Forschung nun ausgeweitet und langfristig verankert werden – ein entscheidender Fortschritt für die Betroffenen. Auch aus Sachsen haben mich viele Zuschriften Betroffener erreicht, die uns Abgeordneten die Dringlichkeit täglich vor Augen führen. Wir müssen das Verständnis der biologischen Prozesse verbessern, um gezielt neue Verfahren und Medikamente zu entwickeln.

Gestern hat die Koalition zudem die Verstetigung des Netzwerks Uni-Medizin (NUM) beschlossen.  So stärken wir die medizinische Forschung an 36 deutschen Universitätskliniken und institutionalisieren NUM an den Universitätskliniken in DresdenLeipzigHalle und Jena. Damit soll zugleich der Aufbau einer nationalen Biobank vorbereitet werden, die an diesen vier Standorten bereits lokal vorhanden sind. Ich freue mich, dass die Uniklinika und medizinischen Fakultäten so ihre Spitzenposition in Forschung wie Translation weiter ausbauen können.“ 

Hintergrund: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am 13. November 2025 die Finanzierung der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen beschlossen. Dieses auf zehn Jahre angelegte Programm läuft von 2026 bis 2036 und wird mit insgesamt 500 Millionen Euro ausgestattet. Ziel dieser langfristigen Forschungsstrategie ist es, Ursachen und Mechanismen postinfektiöser Krankheiten wie Long COVID und ME/CFS zu entschlüsseln und dringend benötigte neue Diagnose- und Therapieoptionen zu entwickeln.

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), das ursprünglich im April 2020 als Teil des Krisenmanagements zur Koordinierung der klinischen COVID-19-Forschung der gesamten Universitätsmedizin gegründet wurde, wird nun in die institutionelle Förderung überführt. Die ursprüngliche Idee des NUM war es, die Zusammenarbeit klinisch Forschender zu fördern, insbesondere dort, wo abgestimmtes Vorgehen und gemeinsames Handeln Vorteile wie Synergien oder Schnelligkeit bieten.  https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/ueber-uns/das-netzwerk-universitaetsmedizin-num