
Bund fördert Torgauer Erinnerungsprojekt von und für Jugendliche
Holger Mann (SPD): „Gedenken und Erinnern müssen zeitgemäß sein, wer kann das besser als die Peer-Group selbst.“
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erhält für das Projekt „Jugendliche in der DDR zwischen politischer Haft und Flucht. Das DDR-Jugendgefängnis in Torgau und das Notaufnahmelager für geflüchtete Jugendliche in Sandbostel“ eine Förderung in Höhe von 187.936 Euro aus der Förderlinie „JUGEND erinnert“ des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.
Dazu Holger Mann, stellvertretender Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion:
„Dass junge Torgauerinnen und Torgauer sich mit der Geschichte ihres Heimatortes auseinandersetzen und eine überzeugende Projektidee entwickelt haben, freut mich außerordentlich. Gedenken und Erinnerung müssen zeitgemäß sein und die jungen Leute wissen am besten, wie sie dies für ihre Peer Group umsetzen können. Ich bin überzeugt, dass dieses Format auch für alle anderen von großem Interesse sein wird. Ich gratuliere herzlich zur Förderung.“
Der Fokus der Förderung liegt auf Formaten, die von und mit jungen Menschen entwickelt werden. Die Angebote zielen darauf ab, insbesondere diejenigen zu erreichen, die die bisherigen Bildungsangebote nicht oder nur in geringem Maße nutzen. Des Weiteren sollen neue Kooperationen zwischen Aufarbeitungsinstitutionen und anderen Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit oder Jugendorganisationen entstehen
Hintergrund:
Die Förderlinie wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur umgesetzt. Die Projekte werden insgesamt mit rund 2,8 Millionen Euro aus dem Bundeskulturetat gefördert. Ziel ist es, neue Zugänge für Jugendliche zur Geschichte der DDR als Diktatur zu schaffen.