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Podiumsdiskussion zur Novelle des WissZeitVG an der Uni Leipzig

Am vergangenen Donnerstag war ich auf Einladung der Juso-Hochschulgruppe Leipzig zu Gast bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Leipzig zur Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG). Gemeinsam mit Prorektor Prof. Roger Gläser, Arnold Arpaci als Vertreter des wissenschaftlichen Personals und Charlotte Blücher von der jungen GEW Sachsen habe ich über den aktuellen Gesetzesentwurf aus dem Bundesbildungsministerium diskutiert.

Die Ampel-Koalition hat sich eine höhere Verlässlichkeit und Planbarkeit für wissenschaftliche Karrieren als Ziel im Koalitionsvertrag gesetzt. In den Verhandlungen erreichte Erfolge wie Mindestvertragslaufzeiten für studentische Hilfskräfte, Promovierende und PostDoc-Beschäftigte wurden unzureichend kommuniziert. Auch wurde nicht transparent genug gemacht, dass Restpromotionszeiten in die PostDoc-Phase mitgenommen werden können und Tenure-Track-Professuren (befristete Bewährungsphase mit anschließender unbefristeter Professur) ausgebaut werden sollen.

Ich habe klar gemacht, dass ich den Wunsch nach mehr unbefristeten Stellen gut nachvollziehen kann, die Wissenschaft in Summe so aber weniger Arbeitsplätze bieten und somit der Zugang zu diesem Berufszweig vielen Interessierten verwehrt bleiben könnte. Was ich als viel wichtiger für eine planbare Karriere ansehe, ist Perspektive – wenn nicht in der Wissenschaft, dann an anderer Stelle. Wir müssen Qualifizierung als Begriff besser für die einzelnen Karriereschritte in der Wissenschaft ausdefinieren, damit Beschäftigte transparent wissen, wo sie in ihrer Laufbahn stehen und wo sie mit ihrer erreichten Leistung weiterkommen.

Vielen Dank an die Juso-Hochschulgruppe für die Organisation und an die Teilnehmenden des Podiums für die konstruktive Debatte!