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Filmvorführung: “Der Schwarze Nazi” am 21. März

Am 21. März zeigen wir im JEDERMANNS SPD-Bürgerbüro den Film “Der Schwarze Nazi”, in Kooperation mit den Jusos Leipzig. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Film wird gezeigt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig. Der Eintritt ist frei.

Zum Film: Die Groteske “DER SCHWARZE NAZI” handelt vom Kongolesen Sikumoya. Vor Jahren kam er als politischer Flüchtling nach Deutschland und muss nun die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, ansonsten droht die Ausweisung. Sikumoya ist Liebhaber der Werke von Goethe und Schiller und schätzt Deutschland als Hort der Kultur. Im Einbürgerungskurs, in der Familie seiner deutschen Freundin und im Alltag wird er mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert. Sikumoya, dem Bildungsbürger, wirft man immer wieder fehlende Anpassung an “die deutsche Kultur” vor. Er reagiert darauf, indem er sich noch stärker an vorgeblich typisch deutscher Kultur orientiert: eine Deutschlandfahne an der Wand, Thüringer Rostbratwurst zum Mittag und hartes Sprachtraining um seinen Akzent abzustreifen. Doch eine Nazikameradschaft aus der Nachbarschaft und die Schwiegermutter, die ihn nur als Gast in Deutschland akzeptiert, zermürben ihn bis zum Zusammenbruch. Sikumoya wird ins Krankenhaus eingeliefert. Im Koma geschieht die Metamorphose.

Als Sikumoya daraus erwacht, ist er der “perfekte Deutsche”. Sikumoya kommt nun in Kontakt mit der NPO (“Nationale Partei Ost”), gegen die ein Verbotsverfahren wegen verfassungsfeindlichen Rassismus läuft. Sikumoya wird die Stelle als Integrationsbeauftragter angeboten.  Er soll als “nationaler Afro” das Feigenblatt der Partei bilden und Kritikern die Argumente entziehen. Doch Sikumoya funktioniert nicht als Marionette, sondern überholt die Neonazis von rechts. Als “schwarzer Nazi” ist er eine ständige Irritation und sorgt für Verwirrung. Durch sein umfangreiches Wissen über Deutschland und seine Radikalität kann er sogar einen Teil der Rechtsextremen auf seine Seite ziehen. Mit Unterstützung seiner neuen Kameraden startet er Aktionen um alles “Undeutsche” von den Straßen zu tilgen. So führen sie bei Personen, die nicht Sikumoyas Vorstellung von Deutschsein entsprechen, Passkontrollen und Integrationstests durch. Doch als Sikumoya beginnt seine Vorstellungen vom “Deutschsein” gegen die Nazis selbst zu wenden und ihnen den sächsischen Akzent abtrainiert oder einzelne Kameraden als “Undeutsche” ausschließt, bleibt diesen nur noch ihr blanker Rassismus um sich zu wehren …

Weitere Infos zum Film

Internationale Wochen gegen Rassismus