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Gute Arbeit

Gute Arbeit bedeutet für mich einer Arbeit nachzugehen, von der man leben kann, in einem Umfeld, das von einem fairen Miteinander von Arbeitgeber und Arbeitnehmer geprägt ist und am besten in einem Beruf, der fordert und erfüllt. Um dies leben zu können, brauchen wir starke Tarifpartner, einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn sowie gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wichtig ist mir ferner, dass jede_r über ein Ausbildungs- oder Studienangebot einen Einstieg in die Arbeitswelt findet und das lebensbegleitende Lernen per Weiterbildung oder Teilzeitstudium möglich wird. Außerdem stehen die Begrenzung der Leiharbeit, das Zurückdrängen von Minijobs, sowie die Gewährleistung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für mich ganz klar im Fokus guter Arbeitsmarktpolitik. Gute Arbeitsmarktpolitik muss mit der Prekarisierung von Beschäftigtenverhältnissen und Diskriminierung am Arbeitsplatz aufräumen.

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Situation in Sachsen

Nach wie vor leben zu viele Beschäftigte in Sachsen in tiefer Verunsicherung. Neben Arbeitslosigkeit bedrohen geringe Löhne oder unsichere Beschäftigungsverhältnisse den Lebensalltag vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die steigende Anzahl an befristeten Arbeitsverhältnissen und Leiharbeiter_innen verstärkt die Unsicherheit und blockiert den sozialen Aufstieg. Die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft steht damit auf der Kippe. Eine zeitgemäße und fortschrittliche Arbeitsmarktpolitik setzt nicht auf Niedriglöhne, sondern auf qualifizierte und mitbestimmende Arbeitnehmer_innen und Innovation in Forschung und Produktion. Ziel muss ein mehr an sozialer Sicherheit, Arbeitsschutz, Qualifizierung und Beschäftigung sein. Nicht zuletzt muss sie den Menschen eine gerechte Beteiligung am gesellschaftlich erwirtschafteten Reichtum ermöglichen.

Perspektive für Sachsen

Die sächsische Politik muss sich aus meiner Sicht an einem Modell der aktiven und sozialen Arbeitsmarktpolitik orientieren. Die Langzeitarbeitslosigkeit in Sachsen wird ohne aktive öffentliche Arbeitsmarktpolitik nicht nachhaltig sinken. Die Wiedereinführung des Kommunal-Kombis wäre ein erster notwendiger Schritt, um den sozialen Arbeitsmarkt zu stärken. Der Freistaat ist ferner gefordert, den Weg für einen inklusiven Arbeitsmarkt, gerade für Menschen mit Behinderung, Migrantinnen und Migranten, zu ebnen und sich für eine qualitativ bessere Ausbildung, für Weiterbildungsangebote sowie für eine gezielte Reintegration von Langzeitarbeitslosen einzusetzen. Eine bessere Anerkennungspraxis für im Ausland erworbene Abschlüsse, ein sächsisches Bildungsurlaubsgesetz, Mindeststandards für Praktika im öffentlichen Dienst sind dafür der richtige Weg. Vor allem aber braucht Sachsen endlich auch ein gerechtes Vergabegesetz um Wettbewerb über Dumpinglöhne bei der öffentlichen Auftragsvergabe auszuschließen. Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag macht sich dafür stark, dass die sächsische Politik allen Bürger_innen in jeder Arbeitsmarktsituation soziale Sicherheit und Unterstützung gewährleisten soll.

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